„Arbeiten für die Ennserinnen und Ennser ist meine größte Leidenschaft“

Seit Jahresbeginn leitet Stadtrat Rudolf Höfler als designierter Parteiobmann die Geschicke der ÖVP Enns. In den Parteigremien wurde er einstimmig für das Amt des 2. Vizebürgermeisters vorgeschlagen, bei der nächsten Gemeinderatssitzung wird er dazu angelobt. Das PANORAMA traf den erfahrenen Gemeindepolitiker, um mehr über diesen Schritt sowie über seine künftigen Ziele und Herausforderungen zu erfahren.

Du bist seit vielen Jahren Gemeinderat und seit knapp drei Jahren Stadtrat. War es für dich absehbar, dass du eines Tages Vizebürgermeister der Stadt Enns wirst? 
Nein, auf keinen Fall. Der Wechsel kam auch für mich sehr überraschend. Wir respektieren den Schritt von Manfred Voglsam, der nun seinem Beruf und seiner Familie mehr Zeit widmen möchte. Wir sind ihm wirklich sehr dankbar für die letzten Jahre und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft. 

War es für dich eine leichte Entscheidung, künftig die Funktion des  Parteiobmannes und des Vizebürgermeisters zu übernehmen? 
Ich habe diese Entscheidung natürlich gemeinsam mit meiner Familie getroffen. Meine Bereitschaft war von Anfang an da, weil ich sehr gerne für meine Mitmenschen in Enns tätig bin. Ausschlaggebend war für mich jedoch vor allem der große Rückhalt in der ÖVP Enns. Mit einem solchen großartigen Team um mich, traue ich mir zu, diese Aufgabe zu meistern.

Wenn du dich als Kommunalpolitiker selbst beschreiben musst, wie würdest du das tun? 
Ich bin auf alle Fälle ein Teamplayer. Eine Hand kann einiges schaffen, doch viele Hände können vieles erreichen. Ich pflege einen guten Kontakt zu den Vertretern aller politischen Fraktionen im Gemeinderat. Meine Erfahrung zeigt mir, dass parteiübergreifendes Denken und Handeln für unsere Stadt sinnvoll ist. Wenn wir Verbesserungen umsetzen möchten, müssen wir alle an einem Strang ziehen. Außerdem bin ich der Meinung, dass Politik auf Gemeindeebene nicht nur in die Gemeindestube, sondern direkt zum Bürger gehört. Nur wenn man unmittelbar zum Beispiel am Stammtisch oder beim Einkaufen die Themen und Ideen mit den Bürgern unserer Stadt bespricht, erfährt man die persönlichen Meinungen  und Anliegen der Bevölkerung. Diesen persönlichen Kontakt sehe ich als ganz essentiell für einen Gemeindevertreter und darauf setze ich.

Worin siehst du deine inhaltlichen Schwerpunkte für Enns?
Als Stadtrat für Raumplanung liegt natürlich einer meiner Schwerpunkte in diesem Ressort. Auch wenn die Flächenwidmung anfangs unspektakulär klingt, ist es eines der größten Zukunftsressorts. Wir können über den Flächenwidmungsplan bestimmen, welche Flächen mit welchen Bauwerken bebaut werden bzw. welche Grundstücke frei bleiben. Ich setze außerdem auf einen familienfreundliches Enns. Wir müssen den jungen Familien in Enns die bestmöglichen Zukunftsperspektiven bieten. Sei es beim Thema Bildung, bei der Kinderbetreuung oder auch beim Wohnen. Was in den Gemeinden leider oftmals übersehen wird, ist der Umgang mit der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft. Altenheime und betreubares Wohnen müssen wir auch in Enns weiter forcieren, damit auch in Zukunft unsere Stadt für ältere Menschen lebenswert bleibt. 

Was muss sich aus deiner Sicht in unserer Stadt verbessern? 
Ich denke, Enns ist gut aufgestellt. Sicherlich gibt es in vielen Bereichen noch Verbesserungsbedarf. Was mir fehlt, ist der politische Gestaltungswille. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit allen Parteien wichtige Anliegen unserer Stadt aufzugreifen und diese auch anzugehen.

Warum hast du dich dafür entschieden, auf kommunaler Ebene politisch aktiv zu sein? 
Das ist eigentlich ganz einfach. Enns ist meine Heimatstadt, und ich möchte einen Beitrag dazu leisten, damit das Leben hier weiterhin verbessert wird. Viele Menschen wissen gar nicht, wieviel eigentlich auf Gemeindeebene beschlossen wird. Als Gemeindepolitiker ist man nahe an den Menschen dran und muss direkt das verantworten, was zuvor in der Gemeinderatssitzung beschlossen wurde. Das ist zwar nicht immer leicht, aber gerade dieses laufende Feedback ist extrem wichtig und fördert die Weiterentwicklung der Stadt.

Wie sehen für dich die nächsten Wochen und Monate konkret aus?  
Ich möchte möglichst viele Meinungen und Ideen aus der Bevölkerung sammeln. Eine gelungene Gemeindepolitik findet nicht nur am Schreibtisch sondern direkt beim Bürger statt. Dazu möchte ich zu allen Berufsgruppen, zu den jüngeren, wie auch zu den älteren Menschen unserer Stadt Kontakt aufnahmen. Ich lade alle Ennserinnen und Ennser ein, mit mir und meinem Team gemeinsam, die Zukunft unserer Stadt in diesem Jahrzehnt und darüber hinaus zu gestalten.

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